Infos Entwicklungsphasen

  • Übersicht
Alter
Phase
0
Vorgeburtlicher Abschnitt
1.- 2. Woche
Neuronale Phase
3.- 4. Woche
Übergangs- Phase
4.- 7. Woche 
Prägungs- Phase
8.- 12. Woche Sozialisierungs- Phase
3.- 6./ 9. Monat
Jugend- Phase
6./ 9. Monat - 2 Jahre
erwachsen werden
2 Jahre- Lebensende
adulter Abschnitt und Alter

 

  • Ein neues Leben entsteht

Läufigkeit und Deckakt
Hündinnen werden alle 5- 9 Monate läufig, also 2 mal im Jahr. Jede Läufigkeit dauert ungefähr 3 Wochen. Jedoch riechen Hündinnen auch einige Zeit davor und danach für Rüden interessant. Die Deckbereitschaft beginnt etwa ab dem 9.- 13. Tag der Läufigkeit und hält 3- 8 Tage an. Diese Zeiträume schwanken recht stark. Wenn die Hündin deckbereit ist und den Rüden duldet legt sie bei Berührung des Rückens und der Hinterhand die Rute in charakteristischer Weise zur Seite um den Rüden den Deckakt zu ermöglichen.
Nachdem der Rüde mit seinem Penis in die Scheide der Hündin eingedrungen ist, dehnen sich die Schwellkörper im Penis aus und die Scheidenmuskulatur der Hündin zieht sich zusammen um den Penis fest zu halten. Deswegen können sich die Hunde für einige Zeit nicht voneinander lösen und dürfen keinesfalls gewaltsam getrennt werden. Das könnte zu schweren Verletzungen führen. Dieser Phase der Begattung wird hängen genannt und verhindert das abfließen des Spermas. Der Rüde steigt dazu von der Hündin ab und beide stehen beieinander. Die Zeit des Hängens kann zwischen 5 und 45 Minuten dauern. Eine Begattung aber auch ohne hängen erfolgreich gewesen sein. 
Rüden spritzen 3 mal während des Deckaktes ab: 1. nach dem Einführen des Penis in die Scheide (oder vor Aufregung schon davor), die Flüssigkeit dient dem reinigen der Scheide 2. bei den heftigen Beckenstößen, dieses Ejakulat enthält die Samenzellen 3. während die Hunde zusammenhängen, diese Flüssigkeit spült die Spermien von der Scheide hoch zu den Eileitern. Wird die Hündin von mehreren Rüden begattet, können die Welpen unterschiedliche Väter haben.

Scheinträchtigkeit
Wenn die Hündin nicht gedeckt wird kann sie trotzdem Anzeichen einer Schwangerschaft zeigen und auch Milch produzieren. In dieser Scheinschwangerschaft bemuttert die Hündin dann z.B. Spielzeug. Scheinschwangere Hündinnen eigenen sich gut als Ammen. Es gibt medikamentöse Möglichkeiten die Scheinträchtigkeit und ihre Folgen abzubrechen und so die Hündin zu entlasten.

Trächtigkeit
Die meisten Hündinnen werfen nach 62 oder 63 Tagen Trächtigkeitsdauer, die Spanne kann auch 58- 72 Tage betragen. Eine scheinbar verlängerte Tragezeit kann dadurch zustande kommen, dass der Decktermin oft nicht den Befruchtungszeitpunkt darstellt. Nach dem Freisetzen der Eizellen sind diese erst nach mehreren Tagen reif und dann für 2- 3 Tage befruchtungsbereit. Die Befruchtung kann bis zu 7 Tagen nach dem Decken erfolgen, denn solange bleibt der Samen des Rüden in der Hündin lebensfähig. Hündinnen lassen sich meist schon ab dem Tag des Eisprunges (Freisetzen der Eizellen) decken. So ist der eigentliche Befruchtungstag oft nicht bekannt und der 70. Tag nach dem decken kann erst der 63. Tag der Trächtigkeit sein. Für die Berechnung des Tages der Geburt werden aber immer 63 Tage Tragezeit zu Grunde gelegt.

 

Geburt
Das Vorbereitungsstadium ist auffällig und es zeigt sich vermehrte Unruhe, starkes Hecheln, Einschießen der Milch, Futterverweigerung, Nestbauverhalten und lecken der Scheide. Wenn die Hündin die vorbereitete Wurfkiste angenommen hat, beginnt sie in dieser zu scharren. Die Eröffnungsphase ist unscheinbarer und dauert 6- 10 Stunden. Die Zeit der eigentlichen Geburt mit der Austreibungsphase kann ja nach Alter, Konstitution, Welpenzahl und Wurfanzahl zwischen 1-20 Stunden schwanken und dauert in der Regel 3- 8 Stunden. Das Nachgeburtsstadium ist mit dem ausscheiden der Nachgeburt des letzten Welpen beendet. Dies sollte kontrolliert werden, damit keine Nachgeburt in der Hündin verbleibt.
Nach der Geburt befreit die Hündinnen den Welpen aus der Eihülle und nabelt sie ab. Durch belecken regt sie den Kreislauf und die Atmung der Neugeborenen an. Noch nicht ganz trocken suchen die Welpen bereits den Weg zur Milchbar. Der Kopf pendelt dazu hin und her, die Ortung der Zitzen erfolg über den Geruchssinn.
Hundewelpen werden blind und taub geboren, können nur krabbeln und verbleiben vorerst in der Wurf"höhle". Sie sind typische Nesthocker und ganz auf die Versorgung durch die Mutter angewiesen.
Hündinnen kleiner Rassen bringen wenige, große Welpen und Hündinnen großer Rassen viele, kleinere Babys zur Welt. 
Schäferhunde haben meist 6 Welpen, es gibt aber auch große Würfe mit 10- 14 Hundekindern.
Die Farbe (schwarz-gelb, grau, schwarz) kann bereits nach dem Trocknen eindeutig bestimmt werden und Kenner sehen auch schon ob es sich um einen langhaarigen Schäferhund oder um Stockhaar handelt.

 

  • Welpenentwicklung

Übersicht
Neuronale- Phase: 1. und 2. Woche, Geburt bis zum öffnen der Augen (Alter rund 13 Tage)
Übergangs- Phase: 3. und 4. Woche, Welpen lernen allmählich sehen, öffnen der Ohren (Alter rund 20 Tage)
Präge- Phase: 4. bis 7. Woche, Welpe lernt das er ein Hund ist und Menschen dazugehören
Sozialisierungs- Phase: 8.- 12. Woche, Welpen lernen alles Mögliche in ihrer Umgebung kennen
Jugendphase: 12. Woche- Eintritt der Geschlechtsreife (Alter 6- 9 Monate), Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen
Erwachsen werden: bei größeren Rassen Hündinnen mit 2 Jahren, Rüden mit 3 Jahren richtig erwachsen

Bedeutung
Wie der Welpe die einzelnen Phasen seiner Entwicklung durchlebt ist keineswegs gleichgültig, sondern hat auf sein gesamtes weiteres Leben Einfluss. Die ersten Lebenswochen und Monate bilden die entscheidenden Grundlagen für das spätere Verhalten des Hundes. Was in dieser Zeit erlebt wird gilt auch später als normal und dient als Vergleich in neuen Situationen. Auch scheinbar nebensächliche, geringfügige Erlebnisse in der Kindheit können deswegen eine ungeheure Wirkung auf das spätere Verhalten haben. Negative Erfahrungen prägen sich oft für immer ein.
Neben den genetischen Grundlagen, ist auch die ganz frühe Entwicklung des jungen Hundes wichtig. Gemeint ist die Zeit beim Züchter, also noch vor der Übergabe an die neuen Besitzer. Dieser muss dann mit der vom Züchter hoffentlich begonnenen Arbeit weitermachen. Der Abschnitt der Sozialisierungs- Phase ist am bedeutsamsten für das Verhalten des erwachsenen Hundes. Der Welpe macht in diesem Zeitraum die verschiedensten sozialen Erfahrungen, welche später sein Verhalten beeinflussen. Außerdem wird nun der Grundstein gelegt, ob der Welpe später ein freundlicher, anhänglicher und an Mensachen gewöhnter Hund wird oder nicht.

 

  • Hunde werden erwachsen

Wenn ein Rüde zum ersten Mal sein Bein hebt oder die Hündin läufig wird haben sie die Geschlechtsreife erreicht. Obwohl sie nun selbst Junge bekommen könnten sind sie noch lange nicht erwachsen. Der Körper wächst zwar kaum noch und geht vor allem in die Breite und Tiefe (Rumpf, Brust, Kopf) aber der Geist muss noch reifen. Erst mit 2 oder 3 Jahren ist es dann soweit und der Hund stabilisiert sich. Die Trainingsergebnisse werden wieder besser und erst ab da zuverlässig.
Je nach Rasse und Größe werden Hündinnen zwischen 6  Monaten (kleine Rassen) und etwa 14 Monaten (Riesenrassen) geschlechtsreif, Schäferhunde werden meist zwischen 6 und 8 Monaten zum erstem mal läufig. Bei größeren Rassen sind Hündinnen mit etwa 2 Jahren, Rüden mit 3 Jahren auch geistig erwachsen und  körperlich ausgeprägt. Rüden werden später erwachsen als Hündinnen.

 

  • Lebenserwartung

Allgemein ist die körperliche sowie geistige Entwicklung eines Hundes um so später abgeschlossen, desto größer er ist. Allerdings werden kleine Hunde älter und beginnen auch später zu altern. Die Lebenserwartung kleiner Rassen ist also höher und nimmt mit zunehmender Größe der Hunde ab.
Je größer der Hund desto kürzer ist die Zeit in der er erwachsen ist. Seine Entwicklung dauert länger und er beginnt früh zu altern. Riesenrassen (über 45 kg) wachsen bis zu 2 Jahre, altern aber schon ab 5 Jahren und werden insgesamt nur 6- 7 Jahre alt. Kleine Rassen hingegen sind mit 6 Monaten schon erwachsen und altern erst ab ungefähr 9 Jahren. Sie können durchaus auch 17 Jahre alt werden.
Altdeutsche Schäferhunde sind mittelgroß und mit etwa 1 1/2 Jahren ausgewachsen. Richtig ausgeprägt sind Rüden aber erst mit 3 Jahren und Hündinnen mit rund 2 Jahren. Sie gelten ab ca. 6 Jahren als alternd und mit 8 Jahren als alt. Viele Schäferhunde werden rund 9 Jahre alt, einige auch 12 Jahre. Ein höheres Alter bei Schäfern ist sehr selten.

Angel's Auge
Druckversion Druckversion | Sitemap
© vom Altdeutschen Wappen